zahntechnik

Unse­re Geschichte

Alles begann hin­ter einem Vor­hang. Die­ser hing in einer Zahn­arzt­pra­xis am Inns­bru­cker Platz und teil­te das Behand­lungs­zim­mer des Zahn­arz­tes Dr. Höpf­ner optisch in zwei Hälf­ten. Vor­ne behan­del­te der Arzt, hin­ter dem Vor­hang stand ein Tisch am Fens­ter. An die­sem Tisch saß der Zahn­tech­ni­ker Heinz Matern und fer­tig­te — in Lohn und Brot ste­hend — Gebis­se und Kro­nen. Flei­ßig war er, geschickt war er und wild ent­schlos­sen, dass die­ser Tisch am Fens­ter nicht sein Platz für die Ewig­keit wer­den soll­te. Sei­ner jun­gen Frau Hil­de­gard Matern ver­si­cher­te er, dass er ver­rückt wür­de bei der Vor­stel­lung, schon jetzt aus­rech­nen zu kön­nen was er in 20 Jah­ren, an die­sem Tisch sit­zend, ver­die­nen könn­te. Es dräng­te ihn in die Unabhängigkeit.

Als Selbst­läu­fer, berei­te er sich auf sei­ne Meis­ter­prü­fung vor, die er mit Bra­vour bestand. Er spür­te, dass das Wort Unter­neh­mer von unter­neh­men kommt, und so gab es für ihn nur einen Weg: den in die Selbst­stän­dig­keit. Wenn sie alles soviel gehabt hät­ten wie Luft und Lie­be, wäre die­ser Schritt ein Leich­tes gewe­sen. Doch trotz spär­lich gefüll­ter Taschen wag­te das jun­ge Ehe­paar den gemein­sa­men Sprung ins eis­kal­te Was­ser. Mit dem Mut der Ent­schlos­sen­heit erklär­te Heinz Matern sei­nem Chef, dass er nun als selbst­stän­di­ger Unter­neh­mer und Zahn­la­bor Matern Den­tal zu betrach­ten sei. Man schrieb den…

1. Mai 1955

1955 

Der Start­schuss

Der Arzt woll­te auf den pfif­fi­gen Kerl nicht ver­zich­ten, und sie arran­gier­ten sich wie folgt: Für 400,- DM monat­lich soll­te „Labor Matern“ die Pra­xis-Pati­en­ten mit Zahn­ersatz ver­sor­gen, dafür konn­ten die vor­han­de­nen Räum­lich­kei­ten für das Unter­neh­men genutzt wer­den. Das war ein Wort. So saß Heinz Matern immer noch am Tisch am Fens­ter, aber er hat­te sei­nen ers­ten Kun­den. Ehe­frau Hil­de­gard, ihres Zei­chens Mode­gra­fi­ke­rin aus Lei­den­schaft, ver­tausch­te die Skiz­zen­blö­cke mit Quit­tungs­blö­cken und war nun Buch­hal­te­rin einer auf­stre­ben­den Fir­ma. Die stol­ze Ent­wick­lung jen­seits des Vor­hangs sprach sich schnell her­um. Einem Hr. Drux ‑von Den­tal­de­pot Drux- gefiel die­ser Heinz Matern, und er begann ihn tat­kräf­tig zu unter­stüt­zen. Auf güns­ti­ger Raten­ba­sis ver­sorg­te er das Labor mit Gerät­schaft und Materialien.

1955 

Der Start­schuss

1956 

Zuwachs

Dem Domi­no­sys­tem fol­gend nah­men immer neue Kun­den die Diens­te von Matern Den­tal in Anspruch. Hil­fe war bald nötig, und so wur­den ein Tech­ni­ker und ein ers­ter Lehr­ling ein­ge­stellt. Aber nicht nur der Betrieb wuchs, auch die Fami­lie ver­grö­ßer­te sich: Im Juli erblick­te der sem­mel­blon­de Tho­mas Matern das Licht der Welt. Die Freu­de war groß.

1956 

Zuwachs

1957 

Peu à peu

Die all­ge­mei­ne Expan­si­on ging wei­ter. Am 1.April 1957 stell­te man Win­fried Cza­ya als 2.Lehrling ein. Als die­ser eher unge­schick­te, schüch­ter­ne, 15-jäh­ri­ge Links­hän­der sei­ne ers­ten Model­lier­ver­su­che unter­nahm, ahn­te nie­mand, dass aus­ge­rech­net ER mit die­sem Labor Geschich­te schrei­ben wür­de. Modell­guss­tech­nik wur­de zu sei­ner Lei­den­schaft. Sei­ne Treue, Zuver­läs­sig­keit und Loya­li­tät blie­ben uner­reicht – denn auch 48 Jah­re spä­ter stand sein Name noch immer auf der Gehalts­lis­te der Fir­ma. (An die­ser Stel­le ein DICKES Dan­ke­schön, lie­ber Winni!)

1957 

Peu à peu

1958 

Wasch­ech­ter Familienbetrieb

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Ende 1957 wur­de die Welt hin­ter dem Vor­hang ein­deu­tig zu eng, und Matern-Den­tal bezog in der Nes­tor­stras­se eine 5‑Zimmer Alt­bau­woh­nung. Drei Räu­me benö­tig­te das Labor, zwei Zim­mer bezog Ver­wandt­schaft der Che­fin: Tan­te Het­wig und Onkel Wil­li. Das Prin­zip Fami­li­en­be­trieb war gebo­ren. Der Onkel fun­gier­te als Bote, Tant­chen bekoch­te die Fami­lie und küm­mer­te sich um den klei­nen Tho­mas, denn Mama Hil­de­gard war nun nicht mehr nur Buch­hal­te­rin, son­dern auch Putz­frau, Ein­käu­fe­rin und Sekre­tä­rin in einem. 1958 schaff­te sie ihren Füh­rer­schein und erwei­ter­te ihr Reper­toire um Boten­fahr­ten. Sechs Jah­re ver­flo­gen, Mit­ar­bei­ter- und Kun­den­zahl stie­gen ste­tig, bis auch hier die Räum­lich­kei­ten nicht mehr ausreichten. 

1958 

Wasch­ech­ter Familienbetrieb

1963 

ein wei­te­rer Umzug

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Das 20-köp­fi­ge Team zog in die Leib­nitz­stras­se 60. Wie­der Alt­bau, dies­mal 7 und ein hal­bes Zim­mer. Die Ver­tei­lung der Räu­me unter­lag dem ‚Nes­tor- Prin­zip’ im Ver­hält­nis fünf zu zwei­ein­halb. Es waren gute Zei­ten. Man leis­tet sich eine Rei­ni­gungs­kraft, halb­tags eine Sekre­tä­rin und war von Zufrie­den­heit erfüllt.

1963 

ein wei­te­rer Umzug

1972 

Die Hiobs­bot­schaft

Das Haus war an einen gut­be­tuch­ten Münch­ner ver­kauft wor­den. Ange­tan vom her­vor­ra­gen­den Zustand des erwor­be­nen Besit­zes ver­dop­pel­te der neue Haus­herr die ohne­hin schon saf­ti­ge Mie­te. Da hat­te er aber mit den Fal­schen gepo­kert! Die Maternschen Unab­hän­gig­keits-Gene rebel­lier­ten gegen die­se Dreis­tig­keit. In der Chef­eta­ge beschloss man eige­ne Räu­me zu kau­fen und ein letz­tes Mal in den so sau­ren Apfel eines Umzugs zu beißen.

1972 

Die Hiobs­bot­schaft

1973 

Wer suchet, der findet

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vie­le Ange­bo­te wur­den geprüft, aber kei­nes schien pas­send. Man woll­te ‚in der Nähe’ blei­ben und kei­ne Unsum­men inves­tie­ren. Das Haus Kon­stan­zer Stras­se 14 geriet in den Focus. Der völ­lig her­un­ter­ge­kom­me­ne Zustand war alles ande­re als ein­la­dend, bot aber zwei gro­ße Vor­tei­le: Es gab kaum noch „läs­ti­ge“ Mie­ter und die im 500 Qua­drat­me­ter gro­ßen Flach­bau im Hof ansäs­si­ge Rei­fen­fir­ma war ohne­hin dabei das Geschäft auf­zu­ge­ben. Das Vor­der­haus als unum­gäng­li­ches Bei­werk betrach­tend, kon­zen­trier­te man sich auf den frei­wer­den­den Flach­bau und sah in Gedan­ken schon das neue Matern-Den­tal. Der lei­den­schafts­lo­se Ver­käu­fer aus Tsche­chi­en bekam einen Scheck, die Ärmel wur­den auf­ge­krem­pelt und ein hal­bes Jahr spä­ter war angerichtet.

1973 

Wer suchet, der findet

1974 

Wenn, dann richtig

Bei der Aus­stat­tung hat­te man das ‚bil­lig- ist- oft- teu­er- Prin­zip’ beher­zigt und die Fir­ma KAVO mit der Labor­ein­rich­tung beauf­tragt. Die­ser Name ist in der Den­tal­bran­che gleich­zu­set­zen mit dem Label ‚Roll­ce Roy­ce’ der Auto­in­dus­trie. Hoch­mo­dern, voll­ge­stopft mit neu­es­ter Tech­nik gab es nur noch eine Rich­tung: Nach oben! Der Laden brumm­te. Man hat­te alles, konn­te alles und die Kun­den­zahl schien sich wie durch Zell­tei­lung von selbst zu ver­meh­ren. Kas­sen­zu­schüs­se waren so leicht zu bekom­men wie Trink­was­ser und halb Ber­lin stürm­te in die Zahnarztpraxen.

1974 

Wenn, dann richtig

1978 

Rosi­ge Zeiten

Die har­ten Zei­ten waren end­gül­tig vor­bei, die Geschäfts­lei­tung lehn­te sich ent­spannt etwas zurück und ope­rier­te aus­schließ­lich mit den bekann­ten Fäden in der Hand. Lei­der hat­te die Fami­lie das Able­ben von Onkel Wil­li zu bekla­gen. Aber die alte Tan­te wur­de in einer net­ten, klei­nen Woh­nung im reno­vier­ten Vor­der­haus unter­ge­bracht und der Sohn bezog im 5. Stock sei­ne Junggesellenbude.

1978 

Rosi­ge Zeiten

1975 

Tho­mas Matern kam ins Spiel

Nach bestan­de­nem Abitur- beschloss er mit in den elter­li­chen Betrieb ein­zu­tau­chen. Er begann eine Leh­re, die er Mit­te 1977 als Gesel­le been­de­te. Alles war gere­gelt, alle waren zufrie­den und die Welt war rund. So ver­gin­gen die Jahre.

1975 

Tho­mas Matern kam ins Spiel

1980 

& Bine Matern

An einem Frei­tag im Okto­ber schnei­te aus hei­te­rem Him­mel eine ziem­lich bun­te Per­son ins Chef­bü­ro hin­ein. Es war eine Kunst­stu­den­tin auf der Suche nach einer Umschu­lungs­stel­le, da Kunst bekannt­li­cher­wei­se brot­los ist und Hand­werk gol­de­nen Boden hat! Alle Aus­bil­dungs­plät­ze waren natür­lich belegt, denn Stich­tag für Azu­bis ist der 1.September.Vielleicht war es ihre unbe­schwert-offe­ne Art, die far­ben­fro­he Erschei­nung oder ein­fach ein ‚ lucky fri­day ‚. Auf jeden Fall bekam sie eine Zusa­ge vom Heinz Matern und reih­te sich über­glück­lich in die Rie­ge der Azu­bis ein. Wie ein Schwamm saug­te sie Erklär­tes auf, mal­te sei­ten­wei­se bun­te Bil­der in ihre Berichts­hef­te und für sie gab es nur noch Zäh­ne. Das Amors Pfei­le sie umschwirr­ten ent­ging ihr völ­lig. Der Schüt­ze war Matern Juni­or, doch erst nach einem Jahr Dau­er­be­schuss stell­te sich der Erfolg ein und er gewann ihr Herz!

1980 

& Bine Matern

1985 

Ein unzer­trenn­li­ches Team

Aus Sabi­ne Durs­te­ler wur­de schließ­lich Sabi­ne Matern. Unter den Hoch­zeits­gäs­ten war natür­lich auch Cars­ten Durs­te­ler, der Bru­der der Braut. Er leb­te damals in Aus­tra­li­en. Doch der Zahn­ba­zil­lus der neu­en Ver­wandt­schaft befiel auch ihn, er wech­sel­te kurz ent­schlos­sen die Kon­ti­nen­te und tauch­te in den Matern-Clan ein. Er begann sei­ne Leh­re gemein­sam mit Oli­ver Mon­tag, einem Freund der Brautleute.

1985 

Ein unzer­trenn­li­ches Team

1986 

Meis­ter­lich ging es weiter

Die­ses Jahr war in zwei­fa­cher Hin­sicht sehr bedeut­sam: Im Juni wur­de das ersehn­te Töch­ter­chen Mai­ke Matern gebo­ren und im Herbst gab es erneut Grund zur Freu­de. Nur drei von zwölf ange­tre­te­nen Bewer­bern bestan­den die Meis­ter­prü­fung zum ZTM – einer davon war Tho­mas Matern. Bei­de Anläs­se lie­ßen die Her­zen der Fir­men­grün­der höher schla­gen. Nach dem groß­ar­ti­gen Ergeb­nis der Prü­fung begann nun auch ein in Pro­zen­ten mess­ba­rer Ein­stieg des Soh­nes in die 70-köp­fi­ge Firma.

1986 

Meis­ter­lich ging es weiter

1987 

Fri­scher Wind

Den Kopf rand­voll tol­ler Ideen, getrie­ben von jugend­li­cher Lust auf Neu­es brach­te Tho­mas fri­schen Wind in vie­le Berei­che des Labors. Das gro­ße Auf­stö­bern, Aus­pro­bie­ren und Bewer­ten neu­er Tech­ni­ken nahm unauf­halt­sam sei­nen Lauf. Mit einer gleich­ar­tig ‚infi­zier­ten‘ Ehe­frau blei­ben die vie­len Stun­den wie von selbst unge­zählt. Tage und Näch­te wur­de z.B. das damals sen­sa­tio­nell neue, ers­te Voll­ke­ra­mik-Sys­tem ‚Ceres­tor‘ in den Prüf­stand gestellt. Ent­täuscht muss­te man erken­nen, dass Passgenauigkeit,Verarbeitung und Ein­satz­be­rei­che des Werk­stof­fes noch zu vie­le Män­gel aufwiesen.

1987 

Fri­scher Wind

1987 

Tops & Flops

Unver­zagt stürz­te man sich auf das nächs­te Pro­jekt: die wie­der­um sen­sa­tio­nel­le Glas-Kera­mik ‚Dicore‘. Es schien der Durch­bruch in das Non-Plus-Ultra der Ästhe­tik zu sein. Lei­der war auch da der Wunsch schnel­ler als das Mate­ri­al und ‚Dicore‘ ver­schwand so plötz­lich wie es auf­ge­taucht war. So ging es wei­ter und wei­ter und wei­ter — Flops und tol­le Fort­schrit­te gaben sich die Hand. Lan­ge­wei­le und Muße schie­nen abso­lu­te Fremd­wor­te. Die hohen Zuschüs­se der Kas­sen ermun­ter­ten jeder­mann sich um sei­ne Zahn­ge­sund­heit zu küm­mern, und im Labor schien sich die Gren­ze zwi­schen Tag und Nacht zu ver­wi­schen. Arbeit, Arbeit ohne Ende. Da flo­gen so man­ches Mal auch die Fetzen…

1987 

Tops & Flops

1988 

Nach­schub im Familienbusiness

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1988 gab es zwei ganz beson­de­re High­lights: der klei­ne Mal­te Matern erblick­te das Licht der Welt und sein Onkel Cars­ten Durs­te­ler wur­de Zahn­tech­ni­ker- Geselle.

1988 

Nach­schub im Familienbusiness

1989 

Der Umbruch

Als 1989 der heil­sa­me Ruck durch Deutsch­land ging und die Mau­er fiel, geschah in der Kon­stan­zer 14 fol­gen­des: Oli­ver Mon­tag wur­de Gesel­le und in den Köp­fen der Materns begann sich der fami­li­en­ty­pi­sche Unter­neh­mer­geist zu regen. Die Fra­ge hieß: „Wie war es in der DDR mit Zahn­ersatz?“ Zeit­gleich grü­bel­te in Ebers­wal­de ein ZTM Hr.J. Bieli­cke: „Wie war das in der BRD mit Zahnersatz?“

1989 

Der Umbruch

1990 

Bran­den­bur­ger Zukunft

Gut­ge­launt ließ das Schick­sal die Wege der Den­ker kreu­zen. Die Che­mie stimm­te sofort und man schmie­de­te Plä­ne über eine gemein­sa­me Zukunft. Hr. Bieli­cke war dama­li­ger Lei­ter der Zahn-Poli­kli­nik Ebers­wal­de. Ein Titel der Grö­ße­res ver­mu­ten ließ. Tat­säch­lich aber han­del­te es sich um eine maro­de Alt­bau­woh­nung Mar­ke ‚Hexen­kü­che‘, in der 16 Ange­stell­te unter wid­rigs­ten Umstän­den Zahn­ersatz her­stell­ten. Als Sofort­maß­nah­me ver­ord­ne­ten die Materns Know-How-Trans­fer. Die moti­vier­tes­ten Mit­ar­bei­ter zöger­ten nicht und pil­ger­ten mehr­mals wöchent­lich mit nach Ebers­wal­de, brach­ten Kol­le­gen mit in die Kon­stan­zer und in rasan­tem Tem­po wur­den die Defi­zi­te des Bran­den­bur­ger Teams klei­ner und klei­ner. Wie­der ein­mal misch­te sich das Schick­sal ein: Oli­ver Mon­tag brach sich den Mit­tel­fin­ger! Ein quä­len­der Umstand für einen Hand­wer­ker, zumal er sich ansons­ten top­fit fühl­te. Die enge Ver­bun­den­heit zur Fami­lie Matern, der Not­stand der Bran­den­bur­ger und der Frust über die dick ban­da­gier­te Hand brach­te eine neue Idee: Ich fah­re auch mit nach Ebers­wal­de- als ‚geis­ti­ger‘ Trai­ner! Ein guter Ein­fall, der die Schlag­zahl der Fort­schrit­te wei­ter erhöhte.

1990 

Bran­den­bur­ger Zukunft

1991 

Stand­ort Eberswalde

Die deutsch-deut­sche Koope­ra­ti­on ent­wi­ckel­te sich so erfolg­reich und har­mo­nisch, dass 1991 die gemein­sa­me Fir­ma BIEli­cke­MA­tern­DEN­Tal GmbH, kurz: BIEMADENT gegrün­det wur­de. Nun hieß es ‚raus aus der muf­fi­gen Hül­le. Die alte Ebers­wal­der Mol­ke­rei wur­de erwor­ben und in Eigen­re­gie zum wür­di­gen Stand­ort für die neue Fir­ma umge­baut. Alle waren begeis­tert und kei­ner blieb zurück. Um auch hier das alt­be­währ­te Mus­ter des Fami­li­en­be­trie­bes nicht zu ver­las­sen, wur­den 1992 Cars­ten Durs­te­ler und spä­ter noch Oli­ver Mon­tag gleich­wer­ti­ge Part­ner der Gesell­schaft. Stolz kann man heu­te auf ein blü­hen­des Unter­neh­men bli­cken das mitt­ler­wei­le vie­le Ange­stell­te ernährt.

1991 

Stand­ort Eberswalde

1995 

Noch ein Meister

Cars­ten Durs­te­ler bestand sei­ne Meis­ter­prü­fung — eine Dupli­zi­tät der Ereig­nis­se die an das Jahr 1986 bei Matern erin­ner­te. BIEMADENT bekam nun auch den fri­sches­ten aller Win­de frei Haus. Aber zurück in die Stamm­zel­le Kon­stan­zer Strasse.

1995 

Noch ein Meister

1993 

Aber zurück in die Stamm­zel­le Kon­stan­zer Strasse

Das Geschäft lief gut. Die Zuschüs­se der Kas­sen waren immer noch beacht­lich, die Pati­en­ten zahn­be­wußt und in der Chef­eta­ge herrsch­te Zufrie­den­heit. Auch pri­vat gab es erneut Anlass zur Freu­de: Der zwei­te Sohn Las­se Matern wur­de gebo­ren. Da die jun­ge Fami­lie Matern über dem Labor zuhau­se ist, ließ sich der Spa­gat zwi­schen Küche, Kin­dern und Labor immer gut bewältigen.

1993 

Aber zurück in die Stamm­zel­le Kon­stan­zer Strasse

1996 

Trends

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Zahn für Zahn ver­gin­gen die Jah­re, bis das ewi­ge Zahn­weiss zu lang­wei­lig schien. Ganz im Trend des dama­li­gen Zeit­geis­tes, der mit Body­pain­tings, Tat­toos und Pier­cings ein neu­es gol­de­nes Kalb her­vor­brach­te, ent­wi­ckel­te die jun­ge Frau Matern den Zahn­schmuck „TATOOTH“. Es han­delt sich dabei um einen vom Trä­ger selbst aus­tausch­ba­ren Schmuck­zahn, indi­vi­du­ell bemalt und bis dato wirk­lich ein­zig­ar­tig. Im Selbst­ver­such ein Jahr von ihr auf Markt­rei­fe getes­tet, stell­te sie 1997 das inzwi­schen paten­tier­te Sys­tem auf der Ber­li­ner Den­tal­mes­se im ICC vor. Die all­ge­mei­ne Ver­blüf­fung war groß! Übri­gens: TATOOTH ist ein ech­tes Matern-Fami­li­en­pro­dukt. Sys­tem von Mama, Name von Papa, das Logo von der Toch­ter. Nach dem Mot­to ‚bunt ist in, weiß ist Schnee von ges­tern‘ ging Matern-den­tal Ende ‚97 online.

1996 

Trends

1997 

Düs­te­re Zeiten

Das spä­te Ende der 90er Jah­re zeig­te sich ansons­ten nicht gera­de von einer far­ben­fro­hen Sei­te. Graue Wol­ken ver­düs­ter­ten den deut­schen Den­tal­him­mel, das immer lau­ter benutz­te Wort ‚Kos­ten­ex­plo­si­on‘ ließ nichts Gutes ahnen und allen, die im medi­zi­nisch-tech­ni­schen Bereich ihr Brot ver­dien­ten, erstarr­te das Mark in den Kno­chen. Die ste­tig fort­schrei­ten­de Läh­mung des Gesund­heits­sys­tems ende­te mit den Rea­li­tä­ten der gro­ßen Spar­maß­nah­men und der Bud­je­tie­rung der Ärz­te. Das hieß im Klar­text: Kas­sen­zu­schuss so gut wie ade! Die ärzt­li­chen Leis­tungs­ka­ta­lo­ge wur­den auf ein Mini­mum gestutzt, Auf­la­gen zur Kos­ten­über­nah­me ver­kom­pli­ziert und mit der Ver­läss­lich­keit eines Schwei­zer Uhr­werks brach­te die Bou­le­vard­pres­se einen neu­en Prü­gel­kna­ben auf die Titel­sei­ten: den deut­schen Zahn­arzt! Wüs­te Gerüch­te wur­den unter das Volk gestreut, jeder der auch nur einen Zahn gese­hen hat­te war ein pfu­schen­der, geld­gie­ri­ger Betrü­ger, aus­schließ­lich bedacht die Pati­en­ten zu rup­fen. Die Ehren­haf­tig­keit einer gan­zen Berufs­grup­pe wur­de hem­mungs­los mit Schmutz besudelt.

1997 

Düs­te­re Zeiten

1998 

Eine lan­ge Talfahrt

Die wirt­schaft­li­chen Fol­gen für ein gewerb­li­ches Labor wie Matern-den­tal waren jeden­falls nie­der­schmet­ternd. Auf­trä­ge gin­gen zurück, Lehr­lin­ge — wie sonst Tra­di­ti­on — konn­ten nicht mehr über­nom­men wer­den und frei wer­den­de Stel­len, durch aus per­sön­li­chen Grün­den aus­schei­den­de Mit­ar­bei­ter, wur­den nicht wie­der auf- gefüllt. Ein unver­schul­de­ter Schrump­fungs­pro­zess begann. Um das Team zu erhal­ten setz­te man nicht auf Raus­schmiss, son­dern nahm den Aus­weg in die Kurzarbeit.1998 war das wohl schwär­zes­te von den 50 Jah­ren Matern. Aber der Zusam­men­halt war beein­dru­ckend, und gemein­sam meis­ter­te man die Krise.

1998 

Eine lan­ge Talfahrt

1998 

TÜV-Sie­gel

Allen Wid­rig­kei­ten zum Trotz setz­te man auf die Zukunft und ließ das Unter­neh­men, als eines der ers­tes sei­ner Art in Ber­lin, nach ISO 9002 zer­ti­fi­zie­ren. Die­ses Pro­ce­de­re war etwa so erquick­lich wie eine eis­kal­te Dusche am Nord­pol und span­nen­der als jeder Best­sel­ler-Kri­mi. Aber schließ­lich prang­te der ersehn­te TÜV-Stem­pel neben dem Firmenlogo.

1998 

TÜV-Sie­gel

1999 

Die Über­ga­be

Das Leben geht nicht rück­wärts, und so war 1999 die Zeit reif für den gro­ßen Umbruch. Mut­ter Hil­de­gard Matern — die See­le vom But­ter­ge­schäft- mach­te den Anfang und über­gab vol­ler Stolz ihren Platz der Jugend. Mit Macht zog es auch Heinz Matern in den sehr wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand. Die zwei­te Genera­ti­on lös­te ihn aus und über­nahm das Ruder des Fami­li­en­schif­fes. Immer schön Kurs hal­ten war die Devi­se. Leich­ter gesagt als getan, wenn von ganz obers­ter Stel­le immer neue Eis­ber­ge zu Was­ser gelas­sen wer- den. Denn wie­der ein­mal wur­de im Beson­de­ren die Gesund­heits­po­li­tik zum Lieb­lings­kind des neu­er­lich aus­ge­bro­che­nen Reform­wahns. Kür­zen, ein­spa­ren, zuzah­len- in die­ser Rei­hen­fol­ge, bloß oft am fal­schen Ende. Aber gott­lob müs­sen alle die­sel­ben Hin­der­nis­se umschif­fen, trös­te­te man sich. Opti­mis­mus war schon immer einer der bes­ten Ratgeber.Vorwärts läuft sich’s eben doch am Bes­ten. In die­sem Sin­ne befand die jun­ge Geschäfts­lei­tung es sei wie­der Zeit für fri­sche Ideen und beson­ders für ein neu­es Labor-Design. Kein gro­ßes Pro­blem, wenn man eine kunst­ver­lieb­te Ehe­frau hat, der oben­drein noch der Ruf einer unge­wöhn­lich arbeits­freu­di­gen Wühl­maus vor­aus­eilt. In mona­te­lan­gem Mara­thon bau­te die neue Che­fin, gemein­sam mit einem guten Freund, das gesam­te Labor um. Kei­ne Ecke wur­de ver­schont. der Pati­en­ten-War­te­be­reich mit dem klei­nen „Zahn­mu­se­um“ Äußerst Prak­ti­sches, Far­ben sowie For­men misch­ten sich mit Kunst­ob­jek­ten und lie­ßen ein außer­ge­wöhn­li­ches Umfeld ent­ste­hen. All­tags­grau hat da kei­ne Chan­ce mehr.

1999 

Die Über­ga­be

2001 

Busi­ness as usual

Das Jahr 2001 bestä­tig­te die jun­gen Materns in ihrem posi­ti­ven Den­ken und bescher­te ihnen eine beson­de­re Über­ra­schung: Toch­ter Mai­ke war wild ent­schlos­sen den Spu­ren der elter­li­chen Schrit­te zu fol­gen. Gera­de der Schu­le ent­schlüpft, begann sie vol­ler Eifer ihre Aus­bil­dung in der Kon­stan­zer Stras­se. Das moti­vier­te. (…und nie­mand ahn­te zu die­sem Zeit­punkt, dass auch Sohn Mal­te spä­ter vom Zahn­fie­ber gepackt wer­den soll­te und 2007 zum Matern-Azu­bi mutie­ren wür­de!) 😉 Ohne Umschwei­fe ver­wirk­lich­te man den letz­ten Abschnitt des geplan­ten Labor­kon­zepts und erreich­te mit der Fer­tig­stel­lung eines schö­nen Semi­nar­raums den Abschluss der Umbau­ten. Dort wer­den nun regel­mä­ßig Fort­bil­dungs­kur­se für Kun­den abge­hal­ten – ein Ange­bot das sich aller­größ­ter Beliebt­heit erfreut.

2001 

Busi­ness as usual

2005 

Neue Far­be muss­te her

Der 1.1.2005 stell­te den Opti­mis­mus der Geschäfts­lei­tung erneut auf die Pro­be. Die jüngs­te aller Gesund­heits­re­for­men brach­te mit ‚Regel­leis­tung, gleich­ar­tig u. anders­ar­tig’ ein Trio infer­na­le der beson­de­ren Art. Die Des­ori­en­tie­rung im HKP-Dschun­gel trieb so man­che Pra­xis zur Ver­zweif­lung und die Pati­en­ten ver­stan­den gar nichts mehr. Wor­auf soll­ten sie denn über­haupt ach­ten? Ist eine Klam­mer­pro­the­se nicht auch schön? Implan­ta­te kann ja doch kei­ner bezah­len! Wer hilft mir? Fra­gen über Fra­gen.… Das all­ge­mei­ne Cha­os war der idea­le Nähr­bo­den für den bil­li­gen Jakob und sei­ne Mit­spie­ler. Polen, Tür­kei, rumä­ni­sche all-inclu­si­ve-Beau­ty-Boh­rer oder Wun­der­hei­ler aus dem Inter­net- kein Regis­ter das nicht gezo­gen wur­de. Alles nur zum Woh­le des Pati­en­ten! Sel­ten wur­de so gelo­gen… Qua­li­tät, Ser­vice und Ver­ant­wor­tung dem Pati­en­ten gegen­über wur­den als ‚unwich­tig‘ abge­stem­pelt und in die hin­ters­ten Schub­la­den ver­bannt. Frei nach dem Mot­to ‚Geiz ist geil’ rann­ten die Zahn­be­dürf­ti­gen Schnäpp­chen jagend in alle Rich­tun­gen da- von. Der auf­ge­wir­bel­te Staub senk­te sich als schmerz­li­che Umsatz­ein­bu­ße auf deut­sche Labo­re nie­der. Vie­le Tech­ni­ker ver­lo­ren Job und Hoff­nung. Pati­en­ten jeg­li­che Ori­en­tie­rung. Kann Gesund­heit wirk­lich vom Wühl­tisch ver­kauft wer­den? Jam­mern hilft nichts sag­ten sich die Materns. Umden­ken war gefragt. Pati­en­ten­in­for­ma­ti­on kon­tra Volks­ver­dum­mung hieß die neue Auf­ga­be. Kurz ent­schlos­sen grif­fen Mut­ter und Sohn Mal­te zum Pin­sel und schmück­ten die Haus­fas­sa­de mit dem hilf­rei­chen Ange­bot. Damit schien man den Nagel auf den Kopf getrof­fen zu haben. Fast täg­lich kom­men Wiss­be­gie­ri­ge und schät­zen die kos­ten­lo­se, freund­li­che Hil­fe­stel­lung in Sachen Zahn­ersatz. Beru­hi­gend zu erle­ben, dass Ser- vice und per­sön­li­che Betreu­ung eben doch nicht klein geschrie­ben werden!

2005 

Neue Far­be muss­te her

Vie­les änder­te sich in all den Jahren.

Die all­ge­mei­ne Lage ist weni­ger rosig, die Ban­da­gen sind här­ter gewor­den und der Kon­kur­renz­kampf hat die Gren­zen des eige­nen Lan­des längst ver­las­sen. Aus Sekt wird immer öfter Sel­ters. An den alten Grund­re­geln wur­de jedoch nie gerüt­telt und so bil­den Qua­li­tät, Ser­vice und Pünkt­lich­keit immer noch das Fun­da­ment der Fir­ma. Dafür steht der Name Matern und der Fleiß unse­rer Mit­ar­bei­ter. Wohin der Weg führt bleibt das ewi­ge Geheim­nis der Zukunft. Die Bilanz der Ver­gan­gen­heit ist jeden­falls vor­zeig­bar. So wur­den cir­ca 200 jun­ge Men­schen zu Gesel­len ausgebildet,mehrere Lan­des­sie­ger gekürt und neun Meis­ter in die Ber­li­ner Zahn­welt ent­las­sen. Eine erfreu­li­che Lis­te- und unse­re Motivation.

Herz­lichst

Ihre Materns